Unwillkürlich wurde mein Blick von dem verstreuten, sanften Licht- und Schattenspiel auf dem Gras eingefangen. Meng Sansuis Augen schienen etwas schweifend, als wäre sie in eine von ihr selbst erschaffene Frühlingsfantasie versunken. Der Wind wehte, und Kirschblütenblätter fielen wie Schnee herab, raschelnd, zusammen mit dem Rucksack auf ihrer Schulter, den Kopfhörern an ihren Ohren und dem locker in ihrer Hand gehaltenen Handy, eine lebendige Silhouette der Jugend webend. Mehr als ein Dutzend eingefrorene Bilder sind nicht nur eine Aufzeichnung in einem Tagebuch, sondern handeln von diesem Moment, der Frische in der Luft und einer Reinheit, die nicht gestört werden möchte. Licht und Schatten tanzten auf ihren Haarspitzen und dem Saum ihrer Kleidung, umrissen das reine Gesicht des Mädchens und die entspannte Freiheit, die nur dem Frühling eigen ist. Was die Kamera eingefangen hat, ist die unübersehbare Filmkörnung mit feinen Körnern im Bild.